Schaffen wir Klarheit: Was bedeuten die Umweltsiegel wirklich?

4 Februar 2026

Der Schutz von Umwelt und Gesundheit ist heute ein grundlegendes Kriterium bei der Produktauswahl. Aus diesem Grund haben wir Lösungen entwickelt, die Projektplanern, Verarbeitern und Endkunden eine bewusste Entscheidung auf Basis konkreter Anforderungen an Sicherheit und Transparenz ermöglichen.

Die Zertifizierungen unserer Produkte sind mehr als nur einfache Siegel: Sie sind Orientierungshilfen. Sie zeigen an, ob ein Material für die jeweilige Umgebung, den rechtlichen Rahmen und die Ziele des Projekts geeignet ist.

Wenn man die Bedeutung dieser Zertifizierungen kennt, kann man das richtige Produkt auswählen, ohne Kompromisse in Bezug auf Gesundheit, Leistung und Umweltverträglichkeit eingehen zu müssen. Im Folgenden erklären wir auf einfache Weise die Bedeutung jeder einzelnen Zertifizierung.

EMICODE® – Sauberere Luft in Innenräumen

EMICODE® ist eine freiwillige Zertifizierung speziell für Verlege- und Baumaterialien wie Klebstoffe, Dichtstoffe und Mörtel. Sie klassifiziert Produkte nach ihren VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen), also Stoffen, die in Innenräumen in die Luft verdampfen können.

Ein EC1 Plus-zertifiziertes Produkt gehört zur höchsten Klasse und zeichnet sich durch extrem niedrige Emissionen aus, die praktisch unbedenklich für die Gesundheit sind. EMICODE® garantiert in der Praxis, dass die verwendeten Materialien keine unsichtbaren, potenziell schädlichen Substanzen an die Luft abgeben, die wir täglich einatmen.

CAM – Umweltkriterien für öffentliche Bauvorhaben

Die CAM (Criteri Ambientali Minimi, Mindestumweltkriterien) sind im Ministerialdekret vom 11. Oktober 2017 festgelegt, das durch das Ministerialdekret vom 24. November 2025 aktualisiert wurde, und regeln die Vergabe von Arbeiten bei öffentlichen Bauvorhaben. Sie legen sehr strenge Umweltanforderungen fest, darunter strenge Grenzwerte für die Emissionen gefährlicher Stoffe aus Baumaterialien, wie in Punkt 2.4.1 „Emissionen in Innenräumen (Innenraumverschmutzung)”, Anhang I, definiert.

Die CAM sind nicht einfach nur „Regeln für Ausschreibungen”: Sie stellen einen echten Sicherheitsfilter für öffentliche Gebäude dar, zum Schutz der Umwelt und der Menschen, die sie nutzen.

LEED – Nachhaltigkeit des Gebäudes als Ganzes

Das LEED-Protokoll (Leadership in Energy and Environmental Design) wurde vom U.S. Green Building Council (USGBC) eingeführt. Es zertifiziert nicht einzelne Produkte, sondern das gesamte Gebäude. Es handelt sich um ein internationales Bewertungssystem, das auf einem Punktesystem basiert. Je effizienter und nachhaltiger ein Gebäude ist, desto mehr Punkte erhält es. Es gibt die Stufen Silber, Gold und Platin.

Unsere Produkte tragen im Rahmen des LEED v4.1-Systems zum Erhalt von Punkten im Bereich „EQ Low-Emitting Materials” bei und helfen Planern und Bauherren dabei, Gebäude zu realisieren, die echte Vorbilder in Sachen Nachhaltigkeit sind.

EPD – Vollständige Transparenz über den Produktlebenszyklus

Die EPD (Environmental Product Declaration) ist kein selbstdeklariertes Umweltzeichen. Es handelt sich um ein von unabhängigen Dritten zertifiziertes Dokument, das die Umweltauswirkungen eines Produkts während seines gesamten Lebenszyklus – von der Herstellung bis zur Entsorgung – objektiv beschreibt (Life Cycle Assessment).
Die EPD misst Parameter wie:

  • Energieverbrauch
  • CO₂-Emissionen
  • Ressourcenverbrauch

Sie sagt nicht aus, ob ein Produkt absolut „gut” oder „schlecht” ist, sondern liefert klare, überprüfte und vergleichbare Daten, die eine bewusste und faktenbasierte Entscheidung ermöglichen.