Verarbeitungshinweise
Vorbereitung der Oberfläche
Für ein optimales Finish und eine optimale Haltbarkeit ist eine sorgfältige Vorbereitung der Oberfläche unerlässlich. Die Oberfläche muss sauber, trocken und fest sein und darf keine Verunreinigungen aufweisen, die die Haftung der Membran beeinträchtigen könnten. Der maximale Feuchtigkeitsgehalt darf 5 % nicht überschreiten. Die Druckfestigkeit des Untergrunds muss mindestens 25 MPa betragen, die Kohäsionsfestigkeit 1,5 MPa. Neue Betonkonstruktionen müssen mindestens 28 Tage lang trocknen. Alte lose Beschichtungen, Schmutz, Fette, Öle, organische Substanzen und Staub müssen mit einer Schleifmaschine entfernt werden. Unebenheiten der Oberfläche müssen geglättet werden. Gegebenenfalls müssen Oberflächenstücke und Schleifstaub vollständig entfernt werden.
WARNUNG: Die Oberfläche nicht mit Wasser abwaschen. Flex PU nicht auf Untergründen auftragen, die Feuchtigkeitsaufstieg aufweisen.
Risse und Fugen reparieren
Das sorgfältige Abdichten von Rissen und Fugen vor dem Auftragen ist für dauerhafte Abdichtungsergebnisse äußerst wichtig.
- Betonrisse und feine Risse von Staub, Rückständen oder anderen Verunreinigungen reinigen. Vor Ort mit der Grundierung „Flex PU Primer” grundieren und 2–3 Stunden trocknen lassen. Anschließend alle vorbereiteten Risse mit Dichtungsmasse füllen. Dann eine 200 mm breite Schicht „Flex PU” mittig auf alle Risse auftragen und, solange diese noch feucht ist, mit einem Streifen „Geotex” in geeigneter Größe abdecken. Andrücken, damit es sich vollsaugt. Anschließend „Geotex” mit einer ausreichenden Menge „Flex PU” tränken, bis es vollständig bedeckt ist. 12 Stunden aushärten lassen.
- Die Dehnungsfugen des Betons und die Verformungsfugen von Staub, Rückständen oder anderen Verunreinigungen reinigen. Falls erforderlich, die Fugen verbreitern und vertiefen (öffnen). Die vorbereitete Verformungsfuge sollte eine Tiefe von 10-15 mm haben. Das Verhältnis von Breite zu Tiefe der Verformungsfuge sollte etwa 2:1 betragen. Tragen Sie Fugendichtungsmittel nur auf den Fugenboden auf. Tragen Sie dann mit einem Pinsel eine 200 mm breite Schicht „Flex PU” auf, die mittig über und innerhalb der Fuge liegt. Legen Sie Geotex auf die feuchte Beschichtung und drücken Sie es mit einem geeigneten Werkzeug tief in die Fuge hinein, bis es durchtränkt ist und die Fuge von innen vollständig bedeckt ist. Anschließend die Armierung vollständig mit einer ausreichenden Menge Flex PU sättigen. Eine Polyethylen-Schnur in passender Größe in die Fuge einlegen und tief in die gesättigte Armierung eindrücken. Den verbleibenden Freiraum der Fuge mit einem Dichtungsmittel füllen. Nicht abdecken. 12 bis 18 Stunden aushärten lassen.
Auftragen der Grundierung
Grundieren Sie stark saugende Untergründe wie Beton, Estrich, Zement oder Holz mit „Flex PU-Primer” oder „Flex PU-Primer 2K”. Grundieren Sie nicht saugende Untergründe wie Metall, Keramikfliesen und alte Beschichtungen mit „Flex PU-Primer 2K”. Grundieren Sie Untergründe wie Bitumen- und Asphaltbahnen sowie Acrylbeschichtungen mit „Flex PU-Primer 2K”. Die Grundierung gemäß dem technischen Datenblatt aushärten lassen.
Abdichtungsmembran
Vor Gebrauch gut mischen. „Flex PU” auf die vorbereitete/grundierte Oberfläche auftragen und mit einer Rolle, einem Pinsel oder einer Spachtel verteilen, bis die gesamte Oberfläche bedeckt ist. Es kann ein Airless-Spritzgerät verwendet werden, was eine erhebliche Arbeitsersparnis bedeutet.
ACHTUNG: Verstärken Sie problematische Stellen wie Wand-Boden-Verbindungen, 90°-Ecken, Schornsteine, Rohre, Wasserablaufrohre (Siphons) usw. immer mit Geotex. (Flex PU Detail kann auf diesen Bereichen auch lokal allein aufgetragen werden).
Auf das noch feuchte „Flex PU” einen Ausschnitt von Geotex in passender Größe aufbringen, andrücken, damit es sich vollsaugt, und erneut mit einer ausreichenden Menge „Flex PU” tränken. Für detaillierte Anweisungen zur Anwendung von Geotex wenden Sie sich bitte an unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Es wird empfohlen, die gesamte Fläche mit Geotex zu verstärken. Verwenden Sie überlappende Streifen von 5-10 cm. Nach 12-18 Stunden (nicht mehr als 48 Stunden) eine weitere Schicht „Flex PU” auftragen. Bei anspruchsvollen Anwendungen eine dritte Schicht „Flex PU” auftragen.
ACHTUNG: Um optimale Ergebnisse zu erzielen, muss die Temperatur während des Auftragens und der Aushärtung zwischen +5 °C und +35 °C liegen. Niedrige Temperaturen verzögern die Aushärtung, während hohe Temperaturen sie beschleunigen. Hohe Luftfeuchtigkeit kann das Endergebnis beeinträchtigen.
Finish
Wenn Sie eine Oberfläche wünschen, die nicht abblättert und deren Farbe nicht verblasst, tragen Sie eine oder zwei Schichten Flex PU Walk über Flex PU auf. Das Auftragen des Finishs Flex PU Walk ist vor allem dann erforderlich, wenn Sie eine dunkle Endfarbe wünschen (z. B. Rot, Grau, Grün). Wenn Sie eine robuste und abriebfeste Oberfläche wünschen (z. B. für öffentliche Fußgängerwege, Parkplätze usw.), tragen Sie zwei Schichten Flex PU Drive mit Quarzsand auf. Die verschiedenen Verfahren zum Auftragen der Deckschichten finden Sie in den technischen Anweisungen oder wenden Sie sich an unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
WARNUNG: „Flex PU” sind bei Nässe rutschig. Um die Rutschgefahr zu verringern, bestreuen Sie die noch feuchte Beschichtung mit geeigneten Zuschlagstoffen, um eine rutschfeste Oberfläche zu schaffen. Weitere Informationen erhalten Sie von unserer technischen Abteilung.
Hinweise
Flex PU Nicht für dauerhaftes Eintauchen in Wasser geeignet. Nach längerer UV-Einwirkung können an der Oberfläche leichte Ausblühungen oder Farbveränderungen auftreten.
Flex PU enthält Isocyanate. Siehe die Informationen des Herstellers. Informationen und Empfehlungen zur sicheren Handhabung, Lagerung und Entsorgung von Chemikalien finden Anwender im aktuellen Sicherheitsdatenblatt, das physikalische, ökologische, toxikologische und andere sicherheitsrelevante Daten enthält.