Verarbeitungshinweise
Vorbereitung des Untergrunds
Die Vorbereitung des Untergrunds ist von entscheidender Bedeutung. Daher muss die zu behandelnde Oberfläche frei von jeglichen Verunreinigungen, trocken und fest sein und eine Zugfestigkeit von mindestens 1,5 MPa aufweisen. In jedem Fall ist eine Oberflächenvorbereitung des Bodenbelags erforderlich, wobei je nach Art der Oberfläche gefräst, gestrahlt, geschliffen oder abgeschliffen werden muss.
Freies und stehendes Wasser, das aus dem Untergrund, von früheren Reinigungsarbeiten oder durch Witterungseinflüsse stammt, muss mit geeigneten Mitteln entfernt oder getrocknet werden.
Auf porösen Untergründen könnte die Reaktivität des Materials und die daraus resultierende Wärmeentwicklung aufgrund der Erwärmung der in der Oberfläche eingeschlossenen Luft zur Bildung von Durchgangslöchern in der Beschichtung führen. Daher ist es ratsam, nach dem Auftragen der Grundierung sicherzustellen, dass die Oberfläche tatsächlich geschlossen (gesättigt) ist.
Grundierung
Je nach zu behandelnder Oberfläche unterscheiden sich die Vorbereitungsmaßnahmen:
– Betonoberflächen: Kugelstrahlen, anschließend mit EPOX GRIP, angereichert mit Quarz 0,1–0,3, glätten. Bei sehr porösen Oberflächen eine doppelte Glättung vornehmen.
– Frisches Harz: Quarzsand aufstreuen, um die Haftung des Produkts zu verbessern. Bei feuchten Oberflächen oder bei Gegendruck RASOEPOXY auftragen, bis eine trockene Oberfläche entsteht, dann eine weitere Schicht auftragen und mit Quarz bestreuen.
– Auf stark welligen Flächen kann die Oberfläche durch Spachteln mit RASOEPOXY geglättet werden, wobei Quarz 0,1–0,3 oder 0,1–0,5 hinzugefügt wird, um sowohl die Schichtdicke als auch die Konsistenz des Produkts anzupassen.
– Metalloberflächen: Trocken sandstrahlen gemäß SSPC-SP10 bis zum Grad Sa21/2 und sofort mit POLYUREA HM beschichten.
– Um Oberflächen mit einer gewissen Rutschfestigkeit zu erzielen, die Spritzpistole unmittelbar nach dem Auftragen der ersten Schicht POLYUREA HM so drehen, dass sie parallel zur zu behandelnden Oberfläche steht, die Düse nach oben richten und den Arm schwenkend bewegen, um einen „Regen“ aus POLYUREA HM zu erzeugen.
Produktvorbereitung und Anwendung
Zweikomponentenprodukt, auftragbar mit einem Hochdruck-Airless-Bi-Mixer, vorzugsweise mit SPS-Steuerung für Dosierung und Durchfluss, ausgestattet mit einer geeigneten Mischpistole für Polyurethansysteme (Reaktion in der Pistole). Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn das Produkt bei einer Temperatur von 70–80 °C und einem Druck von 180–200 bar aufgesprüht wird.
Die Ausrüstung muss mit Inline-Heizungen, beheizten Behältern und beheizten Schläuchen ausgestattet sein.
Die Komponenten von POLYUREA HM dürfen nicht mit chemischen Stoffen (Lösungsmittel, Öle, Wasser oder Ähnliches) verunreinigt werden, da dies die Produkteigenschaften erheblich beeinträchtigen würde.
POLYUREA HM kann bei UV-Einwirkung Farbveränderungen und eine leichte Kreidung aufweisen, ohne dass die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigt werden.
Um solche Veränderungen zu vermeiden, ist ein Schutz mit einem aliphatischen Polyurethan wie POLYUREA FINISH erforderlich.