Aquaproof
Feiner osmotischer Zementmörtel, Typ C gemäß EN 1504-2 nach den Prinzipien MC – IR, zur Abdichtung von Zementuntergründen gegen positiven und negativen hydrostatischen Druck.
Feiner osmotischer Zementmörtel, Typ C gemäß EN 1504-2 nach den Prinzipien MC – IR, zur Abdichtung von Zementuntergründen gegen positiven und negativen hydrostatischen Druck.
Anwendungsgebiete
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Aquaproof Es handelt sich um einen gebrauchsfertigen, einkomponentigen Zementmörtel in grauer Farbe auf der Basis von hochfesten Zementen, ausgewählten feinkörnigen Zuschlagstoffen, speziellen Kunstharzen und organischen Zusatzstoffen, der gemäß EN 1504-2 nach den Prinzipien MC – IR als Typ C klassifiziert ist. Seine speziell entwickelte Zusammensetzung gewährleistet eine abdichtende Wirkung auch bei geringen Schichtdicken, eine außergewöhnliche Verarbeitbarkeit und einfache Anwendung bei den unterschiedlichsten Verlegeverfahren (Spachtel, Pinsel, Rolle, Bürste, Spritzverfahren), eine hervorragende Haftung auf dem Untergrund, eine ausgezeichnete Wasserrückhaltefähigkeit sowie eine tiefgehende Verstopfung der Kapillarkanäle des Untergrunds durch osmotisches Eindringen.
Vorbereitung der Verlegung
Die Untergründe müssen nicht durchlässig, fest und eben, aber ausreichend aufgeraut, gründlich gereinigt, frei von Ölen und Fetten, Staub, bröckeligem Material und Schmutz im Allgemeinen sowie frei von Farbresten sein; außerdem müssen sie ausreichend ausgehärtet und frei von nennenswerten Schrumpfungen sein. Sollten Ausblühungen vorhanden sein, müssen diese durch mechanische Reinigung sorgfältig von der Oberfläche entfernt und anschließend mit der Antisale-Behandlung tiefgehend neutralisiert werden. Oberflächenmängel und Unebenheiten wie Kiesansammlungen, erodierte oder beschädigte Stellen sowie Löcher von Abstandhaltern der Bewehrungsschalung müssen vorab repariert und mit einem geeigneten Mörtel, beispielsweise Umafix oder Rinnova, ausgeglichen werden. Die Übergänge zwischen Boden und Wand müssen konkav („schalenförmig“) sein. Die abzudichtende Oberfläche bis zur vollständigen Sättigung befeuchten und das überschüssige Wasser verdunsten lassen oder mit einem Schwamm entfernen, wobei darauf zu achten ist, dass jeglicher Wasserfilm von der Oberfläche entfernt wird.
Produktvorbereitung
Für den ersten Anstrich (Grundierung), der stets mit einem Pinsel aufgetragen werden muss, mischen Sie „Aquaproof“ mit 25–27 % sauberem Wasser (entspricht 6,25–6,75 Liter pro 25-kg-Sack) mit einem mechanischen Rührgerät (Bohrmaschine mit niedriger Drehzahl und geeignetem Rühraufsatz) an, bis die Masse homogen und klumpenfrei ist. Etwa 10 Minuten ruhen lassen, dann kurz umrühren und gegebenenfalls die Konsistenz durch eine kleine Zugabe von Wasser korrigieren. Um eine gute Haftung auf zuvor mit Antisale behandelten Untergründen zu erzielen, die erste Schicht „Aquaproof“ mit etwa 25–26 % (entspricht 6,25–6,5 Liter pro 25-kg-Sack) einer im Verhältnis 1:3 verdünnten Neoplast-Latex-Lösung (1 Volumenteil Neoplast-Latex auf 3 Volumenteile Wasser) anzumischen. Auf alten Untergründen, auf denen die Haftung von „Aquaproof“ schwierig sein kann, die erste Schicht mit ca. 27–28 % (entspricht 6,75–7,0 Liter pro 25-kg-Sack) einer im Verhältnis 1:2 verdünnten Neoplast-Latex-Lösung (1 Volumenteil Neoplast Latex auf 2 Volumenteile Wasser) an.
Verarbeitungshinweise
Tragen Sie die „Aquaproof“-Masse mit einem Pinsel auf und achten Sie dabei besonders darauf, alle Unebenheiten gleichmäßig zu überdecken und Oberflächenporositäten zu füllen; besondere Sorgfalt ist an Ecken, Kanten, Hohlräumen und Boden-Wand-Übergängen geboten. Wenn die nachfolgenden Schichten mit der Spachtel aufgetragen werden sollen, mischen Sie „Aquaproof“ mit 23–25 % sauberem Wasser (entspricht 5,75–6,25 Litern pro 25-kg-Sack) nach dem gleichen Verfahren wie bei der Zubereitung der zum Pinselauftrag bestimmten Masse. In allen Fällen bleibt die so hergestellte Masse unter normalen Bedingungen (bei 20 °C) etwa 40 Minuten lang verarbeitbar; bei höheren Temperaturen verkürzt sich die Verarbeitungszeit, bei niedrigeren Temperaturen verlängert sie sich. Folgende Schichten müssen, wenn sie mit dem Pinsel aufgetragen werden, kreuzweise zur vorherigen Schicht aufgetragen werden. Bei der Anwendung mit Rolle und Flachpinsel ist es nicht erforderlich, die erste Schicht mit dem Pinsel aufzutragen, und es kann die gleiche Dosierung an Anmachwasser verwendet werden wie beim Pinselauftrag. Bei Spritzauftrag muss die erste Schicht nicht mit dem Pinsel aufgetragen werden, und es kann in der Regel die gleiche Anmachwassermenge wie beim Auftrag mit Pinsel, Rolle und Pinselroller verwendet werden; allerdings muss das Produkt separat mit Wasser vermischt, für die richtige Zeit wie zuvor beschrieben ruhen gelassen und und anschließend in den Einfülltrichter der Verputzmaschine gegossen werden. Gegebenenfalls ist die Dosierung des Anmachwassers je nach Art der Verputzmaschine und der verwendeten Düse anzupassen. Tragen Sie das Produkt in Schichten von bis zu 1 mm Dicke auf, sei es mit der Spachtel, dem Pinsel, der Rolle, der Bürste oder per Spritzverfahren, und achten Sie dabei darauf, das Produkt nach der „Frisch-auf-Frisch“-Technik aufzutragen, d. h. die nächste Schicht erst dann aufzutragen, wenn die vorherige Schicht fest, aber noch nicht vollständig ausgehärtet ist. Diese Schichtdicke darf nicht überschritten werden, um Rissbildung zu vermeiden. Bei Feuchtigkeit und Durchsickern sind mindestens 2 Schichten des Produkts aufzutragen. Bei Grundwasser und stehendem Wasser sowie bei Über- und Unterdruck sind mindestens 3 Schichten aufzutragen. Die Wartezeit zwischen den einzelnen Schichten kann je nach Porosität des Untergrunds und den Umgebungsbedingungen erheblich variieren. In der Regel reicht es aus, zwischen den einzelnen Schichten 4–6 Stunden zu warten. Bei hohen Temperaturen und/oder starker Windexposition sollte die Oberfläche durch Besprühen mit Wassernebel feucht gehalten werden, um eine zu schnelle Verdunstung des Anmachwassers zu vermeiden. Falls erforderlich, kann die zuletzt aufgetragene Schicht wie ein normaler Spachtelmörtel mit einer Schwammkelle geglättet werden. Soll der „Aquaproof“ mit sehr weichem Wasser (0 bis 10 Grad französischer Härtegrad) in Kontakt kommen, wenden Sie sich bitte an die technische Abteilung. Die für den Auftrag verwendeten Werkzeuge können vor dem Aushärten des Mörtels mit Wasser gereinigt werden; danach ist eine Reinigung nur noch durch mechanisches Entfernen möglich.
Aquaproof In einem trockenen und geschützten Ort in den verschlossenen Originalverpackungen gelagert, ist das Produkt mindestens 12 Monate haltbar.
| Farbe | Code | Verpackung | Packung | Palette | Barcode |
|---|---|---|---|---|---|
| Grau | 6360 | Sack | 25 kg |
50 Säcke
|
| PARAMETER UND PRÜFVERFAHREN | WERTE |
| BESTIMMUNG AN PULVERFÖRMIGEM PRODUKT | |
| Farbe | grau |
| Konsistenz | Pulver |
| Rohdichte (gemäß EN 2811-1) | 1290 kg/m³ |
| Korngrößenverteilung (gemäß EN 12192-1) | 0 – 0,5 mm |
| Chloridgehalt (gemäß EN 1015-17) | 0,05 % |
| Thermogravimetrie (Massenverlust bei 600 °C gemäß EN 11358) | 3,2 % |
| Aschegehalt (gemäß EN 3451-1) | 96,4 % |
| BESTIMMUNGEN AN FRISCHEM PRODUKT | |
| Anmachwasser | 23–25 %, entsprechend 5,75–6,25 Liter pro 25-kg-Sack (mit Spachtel) |
| Anmachwasser | 25–27 %, d. h. 6,25–6,75 Liter pro 25-kg-Sack (mit Spachtel, Rolle, Bürste, Sprühgerät) |
| Konsistenz der Masse | von plastisch-spachtelbar bis flüssig, je nach Auftragsart |
| pH-Wert der Mischung | > 12 |
| Dichte der frischen Masse (gemäß EN 1015-6) | 1.910 kg/m³ |
| Luftgehalt (gemäß EN 1015-7) | 9 % |
| Blutungsgrad (gemäß DIN 4227/5) | <1 % |
| Konsistenz (gemäß EN 1015-3) | 210 mm |
| Abbindezeiten (gemäß EN 196-3): Anfangsabbindung | 4–5 Stunden |
| Abbindezeit (gemäß EN 196-3): Endabbindung | 7–8 Stunden |
| Verarbeitungszeit der Masse | ca. 40 Minuten unter normalen Bedingungen (bei +20 °C) |
| Wartezeit zwischen den einzelnen Anstrichen | 4 bis 6 Stunden, je nach Porosität des Untergrunds und den Umgebungsbedingungen |
| Vollständige Aushärtungszeit | 28 Tage |
| Verarbeitungstemperatur | von +5 °C bis +30 °C |
| PRÜFUNGEN AM AUSGEHÄRTETEN PRODUKT | |
| Betriebstemperatur | von -20 °C bis +90 °C |
| Wasserdichtigkeit (gemäß DIN 1048): 28 Tage bei 1,5 bar positivem hydrostatischem Druck | beständig |
| Wasserdichtigkeit (gemäß DIN 1048): maximale Belastung bei positivem hydrostatischem Druck | 3,0 bar |
| Wasserdichtigkeit (gemäß DIN 1048): maximale Belastung bei negativem hydrostatischem Druck | 0,5 bar |
| Druckfestigkeit nach 28 Tagen (gemäß EN 196-1) | 28 N/mm² |
| Biegefestigkeit nach 28 Tagen (gemäß EN 193-1) | 6,0 N/mm² |
| Hydraulisches Schwinden nach 90 Tagen (gemäß IBH-Richtlinien | 1,7 mm/m |
| Wasserdampfdiffusionswiderstandskoeffizient – μ (gemäß DIN 52615) | 90 |
| Verbrauch | 2,0 bis 6,0 kg/m² |
| Maximal erreichbare Schichtdicken | 1 mm pro Auftrag (insgesamt bis zu 4 mm) |
| BESTIMMUNGEN GEMÄSS EN 1504-2 | |
| Wasserdampfdurchlässigkeit (gemäß EN 7783) | SD = 0,19 m (Schichtdicke 2,5 mm) |
| Durchlässigkeit für flüssiges Wasser (gemäß EN 1062-3) | w = 0,03 kg/(m²·h⁰,⁵) |
| Haftzugfestigkeit (gemäß EN 1542-1) | 1,7 MPa (auf trockenem Beton) |
| Haftzugfestigkeit bei direktem Zug (gemäß EN 1542-1) | 1,4 MPa (auf feuchtem Beton) |
Der Verbrauch von „Aquaproof“ beträgt ca. 1,6 kg/m² pro mm Schichtdicke. Der Gesamtbedarf hängt von den Anforderungen an die Wasserdichtigkeit der zu behandelnden Konstruktion ab.
Bei Auftragung mit Pinsel, Rolle, Bürste und Spritzgerät: 1–1,2 kg/m² pro Anstrich.
Bei Spachtelauftrag: ca. 1,5 kg/m² pro Anstrich. Auftragbar mit einer Pumpe vom Typ M-Tec Speedy MP
Mindestverbrauchswerte:
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